Von der Nachfolgerin zur Gestalterin.

Mutig, klar und voller Energie: So führt Nora Achterkerke seit 2021 die Achterkerke GmbH in die Zukunft. Als geschäftsführende Gesellschafterin hat sie die Nachfolge ihres Vaters Heinz-Egon Achterkerke angetreten – und seither konsequent gestaltet statt nur verwaltet.

Unternehmensführung mit Herz und Hand

Nora schätzt den Austausch mit ihrem Vater, dem Vollblut-Ingenieur und Firmengründer. „Wenn er merkt, dass ich es kann, lässt er los“, sagt sie und lacht. Die enge Verbindung zwischen beiden ist spürbar – ebenso wie das Vertrauen, das ihr den Weg für eigene Entscheidungen öffnet.

Und diese Entscheidungen sieht man: Photovoltaikanlage, E-Fuhrpark, neue Berufsbekleidung, moderne Cafeteria. Immer im Fokus: ihr 15-köpfiges Team. „Wir brauchen uns gegenseitig.“ Sie versteht Führung nicht als Hierarchie, sondern als Miteinander – geprägt von einer offenen, bodenständigen Unternehmenskultur, die auch beim Grillabend oder bei einer Okertour spürbar ist.

Hightech mit Tradition

Seit 1991 gilt: Achterkerke = Edelstahltrichter und Behälterbau mit Qualität und Zuverlässigkeit.
Mit einem außergewöhnlich umfangreichen Maschinenpark mit selbst entwickelten Sondermaschinen – fertigt das Unternehmen individuell für Kunststoff-, Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie. Vom Einzelteil bis zur Serie.

Nora bringt es auf den Punkt: „Das ist Handwerkskunst auf hohem industriellem Qualitätsniveau.“
Ihre Vision ist klar: Wieder sichtbarer werden, Kunden aktiv ansprechen, Innovationen vorantreiben.

Überraschung statt Plan – der Unternehmerpreis

Eigentlich wollte sie ihren Vater für dessen Lebenswerk auszeichnen lassen. Am Ende wurde sie für die gelungene Nachfolge geehrt. Die Skulptur aus zwei verwachsenen Bäumen symbolisiert genau das: zwei Menschen, deren Stärken sich perfekt ergänzen.

Faszination Technik – und der Blick nach vorne

Schon als Kind „unter Jungs“ groß geworden, liebt Nora handwerkliche Arbeit, räumliches Denken und das kreative Reindenken in individuelle Kundenprojekte.

Heute denkt sie weiter:
– eigene Ausbildung im Betrieb
– engere Kooperation zwischen Wirtschaft & Wissenschaft
– Unterstützung von Start-ups durch Nutzung des Maschinenparks
– und langfristig: Robotiklösungen für noch mehr Effizienz.

„Wir haben einen starken Mittelstand, aber die Konkurrenz schläft nicht. Wissen und Bildung sind unsere Zukunft.“

24/7 Unternehmerin – auch im Ehrenamt

Neben der Firmenleitung engagiert sich Nora als
– Wirtschaftsjuniorin (seit 2023 im Vorstand),
– Mitglied der IHK-Vollversammlung,
– Beirätin im Arbeitgeberverband.

Dazu kommt die Achterkerke Stiftung, die seit 2008 talentierte Jugendliche aus einkommensschwachen Familien fördert – ein Thema, das ihr persönlich am Herzen liegt.

Woher sie die Energie nimmt? Kraftsport, Spaziergänge mit dem Familienhund und der Rückzug nach Usedom geben ihr die Balance, um als weibliche Führungskraft in der Technikbranche Tag für Tag mit voller Kraft zu gestalten.

Quelle: Nora Achterkerke – Von der Nachfolgerin zur Gestalterin – IHK Braunschweig
Bild: Andreas Rudolf

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